Besuch des Russischen Hauses in Berlin
- Thomas Paschy

- 1. Feb.
- 2 Min. Lesezeit

Am Freitagabend, den 30. Januar 2026, folgten rund 70 Freundinnen und Freunde unserer Einladung zu einem gemeinsamen Besuch des Russischen Hauses in Berlin. Trotz schwieriger Witterungsbedingungen – insbesondere die Glatteislage stellte für einige eine erhebliche Hürde dar – kam eine vielfältige und interessierte Gruppe zusammen. Einige Teilnehmende mussten ihre Anreise wetterbedingt leider kurzfristig absagen.
Den Auftakt bildete die gemeinsame Vorführung des Films „Nürnberg“ von Nikolai Lebedev (2023). Der Film verbindet historisches Drama mit Elementen des Spionage- und Actionkinos und zeichnet ein eindrucksvolles Bild der unmittelbaren Nachkriegszeit. Besonders hervorzuheben sind die dichte Atmosphäre, die detailreiche Ausstattung, die Musik sowie das engagierte Schauspielensemble. Die Darstellung des zerstörten Nachkriegs-Nürnbergs und die emotionale Grundstimmung des Films führen die Schrecken des Krieges eindrücklich vor Augen und unterstreichen die bleibende Bedeutung des historischen „Nie wieder“.
Im Anschluss an die Filmvorführung nahmen wir an einer Führung durch das Russische Haus teil. Dabei erhielten wir umfassende Einblicke in die Geschichte des Hauses – von seinen Anfängen über unterschiedliche politische Epochen bis hin zu seiner heutigen Rolle als Ort kultureller Veranstaltungen. Die Führung machte deutlich, wie eng Geschichte, Kultur und politische Rahmenbedingungen miteinander verwoben sind und wie sehr sich die Bedeutung solcher Orte im Laufe der Zeit wandelt.
Der Abend klang bei landestypischen Kleinigkeiten in der Cafeteria aus. In offener und respektvoller Atmosphäre entwickelten sich zahlreiche Gespräche – über den Film, über Geschichte, über aktuelle politische Herausforderungen und über die Frage, wie Verständigung zwischen Gesellschaften auch in schwierigen Zeiten gelingen kann.
Unser Besuch stand unter einer klaren Überzeugung:
Kultureller Austausch zwischen den Völkern darf nicht abbrechen – gerade auch in Zeiten schwerer politischer Konflikte. Geschichte, Kultur und persönliche Begegnungen bleiben wichtige Brücken, insbesondere dann, wenn politische Wege versperrt scheinen oder verhärtet sind. Unabhängig von politischen Bewertungen aktueller Entwicklungen ist der Dialog zwischen Menschen ein unverzichtbarer Bestandteil jeder langfristigen Friedensperspektive.
Wir danken allen Teilnehmenden für ihr Interesse, ihre Offenheit und den respektvollen Austausch an diesem Abend. Solche Begegnungen zeigen, wie wichtig es ist, Räume für Erinnerung, Diskussion und kulturelle Verständigung offen zu halten.




























Kommentare