Rüstungsspirale stoppen – Konversion von Bundeswehrliegenschaften zur zivilen Nachnutzung fortsetzen
- Roberto Makoschey

- 31. Okt. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 2. Nov. 2025

Das Atomzeitalter lehrte uns einst eine elementare Wahrheit: Macht ohne Verantwortung ist Selbstzerstörung.
In den 1980er Jahren führte diese Erkenntnis zu einem „Neuen Denken im Atomzeitalter“ – jenseits von Blöcken und Ideologien – das Abrüstung, Begrenzung von Waffensystemen und gegenseitige Sicherheitsgarantien ins Zentrum stellte.
Heute stehen wir aber wieder an einem Wendepunkt: Eine neue, gefährliche Rüstungsspirale ist in Gang gekommen. Weltweit steigen die Militärausgaben, Europa und Deutschland verzeichnet deutliche Zuwächse – ein Trend, der Frieden und Gemeinwohl aufs Spiel setzt.
Vor diesem Hintergrund ist das feste Prinzip der Konversion ehemaliger Militärliegenschaften in zivile Nutzung nicht nur eine Frage kommunaler Entwicklung – es ist ein Friedensprojekt.
Die Entscheidung, die Umwandlung vieler ehemaliger Liegenschaften im Land Brandenburg auszusetzen, ist in ihrer Konsequenz sehr gefährlich: Sie normalisiert die Rückkehr zu militärischer Logik und blockiert zivile Stadtentwicklung, sozialen Wohnraum und Klimaschutzprojekte vor Ort.
Ein erneuertes „Neues Denken im Atomzeitalter“ ist nötig
Die Rüstungsspirale muss gestoppt werden. Rüstungsaufwuchs ist kein Selbstzweck, sondern eine politische Entscheidung mit Folgen für Bildung, Gesundheitswesen, soziale Gerechtigkeit und pure Ressourcenverschwendung.
Die Konversion ehemaliger Bundeswehrliegenschaften muss fortgesetzt werden. Zivile Nachnutzungen sind Investitionen in Sicherheit durch Stabilität – nicht in Sicherheitsillusionen.
Jedes Zurück in alte Feindbilder und jeder ungezügelte Rüstungswettlauf bringen uns näher an den Untergang der Zivilisation. Sicherheitsdenken muss sich an Unteilbarkeit und Kooperation orientieren, nicht an Abschreckung und Vorratsbildung.
Schlussgedanke
Neues Denken heißt heute: Frieden durch Gerechtigkeit, Sicherheit durch Kooperation, Stärke durch zivilgesellschaftliche Resilienz. Das ist kein weiches Ideal – es ist die Überlebensstrategie einer vernünftigen Zivilisation.




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