Städtepartnerschaften mit Russland wiederbeleben
- Thomas Paschy

- 12. Aug.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 13. Aug.

In den vergangenen Monaten haben wir gemerkt, wie groß das Interesse an persönlichen Kontakten und am Austausch mit Russland nach wie vor ist.
Am 30. Januar haben wir mit einer größeren Gruppe das Russische Haus in Berlin besucht, am 16. April waren wir zu Gast in der Russischen Botschaft. Der Zuspruch zu beiden Veranstaltungen, aber vor allem die vielen Gespräche mit den Teilnehmern, haben uns gezeigt: Vielen Menschen ist wichtig, dass die Kontakte zwischen Deutschen und Russen nicht einfach abreißen.
Deshalb wollen wir jetzt einen Schritt weitergehen.
In Brandenburg gibt es eine ganze Reihe von Städte- und Regionalpartnerschaften mit russischen Orten. Viele davon haben eine lange Geschichte, liegen derzeit aber praktisch auf Eis:
Schwedt – Tuapse
Cottbus – Lipezk
Brandenburg an der Havel – Magnitogorsk
Prenzlau – Pochwistnewo
Märkisch-Oderland – Kamyschin
Michendorf – Novoje Devjatkino
Spremberg – Schelesnogorsk
Wir finden: Das muss nicht so bleiben.
Heute waren wir deshalb erneut in der Russischen Botschaft in Berlin. Wir haben darüber gesprochen, welche Möglichkeiten es gibt, solche Partnerschaften wiederzubeleben und wie wir dabei ganz praktisch vorgehen können.
Natürlich kann man eine Städtepartnerschaft nicht einfach per Knopfdruck wieder anschalten. Dafür braucht es Menschen auf beiden Seiten, die den Kontakt suchen, alte Verbindungen wieder aufnehmen und neue entstehen lassen. Genau dabei wollen wir helfen.
Denn auch wenn die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland derzeit denkbar schlecht sind: Warum sollten deshalb die Menschen aufhören, miteinander zu reden?
Gerade jetzt sind persönliche Begegnungen, kultureller Austausch und Kontakte zwischen Städten, Vereinen, Schulen und ganz normalen Menschen wichtig. Das ist für uns gelebte Völkerverständigung.
Und genau das haben wir uns auch als BSW in Brandenburg vorgenommen. In unserem Wahlprogramm heißt es: „Gerade im Krieg darf die Idee der Völkerverständigung nicht aufgegeben werden.“ Ausdrücklich genannt werden dort Städtepartnerschaften, Jugendaustausch und Begegnungen zwischen gesellschaftlichen Organisationen.
Bei unserem heutigen Besuch haben wir außerdem über die Situation des Russischen Hauses gesprochen. Auch dort wollen wir ein Zeichen setzen: Für Ende November planen wir wieder einen kulturellen Abend im Russischen Haus in Berlin.
Und jetzt kommt es auch auf euch an:
Wer kennt Menschen, die früher an einer dieser Städtepartnerschaften beteiligt waren? Wer hat vielleicht selbst noch Kontakte nach Russland? Wer war über einen Verein, eine Schule, die Kommune oder ganz privat dabei?
Meldet euch gerne bei uns. Vielleicht gelingt es uns gemeinsam, einige dieser alten Verbindungen wieder aufzunehmen.
Irgendwo muss man schließlich anfangen, wieder miteinander zu reden.




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